10.06.2013

Zeugnis, Arbeitszeugnis

Jeder Arbeitnehmer hat bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein Zeugnis. Der Arbeitgeber schuldet dieses zum Beendigungszeitpunkt. Es ist zu unterscheiden zwischen dem einfachen und qualifizierten Zeugnis. Das einfache Zeugnis gibt nur Auskunft über Art und Dauer der Tätigkeit des Arbeitnehmers. Auf Verlangen des Arbeitnehmers ist ihm jedoch ein qualifiziertes Zeugnis zu erteilen, welches darüber hinaus auch noch Aussagen zu Leistung und Verhalten des Arbeitnehmers trifft. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer ein wohlwollendes Zeugnis zu erteilen, jedoch gilt auch der Grundsatz der Wahrheitspflicht.

Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis setzte sich aus einer Einleitung, Tätigkeitsbeschreibung, Leistungsbeurteilung (bzgl. Arbeitsbereitschaft, Arbeitsbefähigung, Arbeitsweise, Arbeitserfolg, Fachwissen, bei leitenden Angestellten, Führungsleistung und Gesamtbeurteilung), Verhaltensbeurteilung und der Schlussformel zusammen.

Vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwischenzeugnis, wenn beispielsweise ein Vorgesetztenwechsel stattfindet oder aber das Arbeitsverhältnis bereits gekündigt wurde, aber noch nicht beendet ist und der Arbeitnehmer das Zwischenzeugnis für Bewerbungen benötigt.

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