10.06.2013

Verdachtskündigung

Bei der Verdachtskündigung handelt es sich um eine außerordentliche Kündigung. Die Kündigung wird im Gegensatz zur Tatkündigung nicht auf eine tatsächlich bewiesene Straftat oder schweren Vertrauensbruch des Arbeitnehmers gestützt, sondern alleine auf den diesbezüglichen Verdacht.

Da eine Straftat nicht bewiesen sein muss, werden an die Verdachtskündigung hohe Anforderungen gestellt. So muss der Verdacht dringend sein und eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Tatbegehung bestehen. Der Arbeitgeber muss zudem alles in seiner Macht stehende tun, um den Sachverhalt aufzuklären. Hierzu gehört auch, dass der den Arbeitnehmer vor Ausspruch einer Verdachtskündigung anhören muss.

Unterbleibt diese Anhörung, ist auch die Kündigung unwirksam. Auch bei der Verdachtskündigung muss die 2-Wochen-Frist des § 626 BGB eingehalten werden. Sie beginnt jedoch erst, wenn der Arbeitgeber ausreichend Kenntnis über die Verdacht begründeten Tatsachen erhalten und ausreichende Ermittlungen durchgeführt hat.

Zurück zur Übersicht