10.06.2013

Urlaub

Urlaub ist die unwiderrufliche Freistellung des Arbeitnehmers zu Erholungszwecken unter Fortzahlung der Vergütung. Der gesetzliche Urlaubsanspruch ist im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt. Nach § 3 BUrlG beträgt der gesetzliche Mindesturlaub bei einer 6-Tagewoche 24 und bei einer 5-Tagewoche 20 Tage und darf nicht durch arbeitsvertragliche Regelungen unterschritten werden.

Natürlich kann der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag jedoch einen höheren Urlaubsanspruch gewähren. Der Urlaubsanspruch entsteht erstmalig nach einer 6-monatigen Wartezeit. Scheidet ein Arbeitnehmer vor Ablauf der Wartezeit oder in der ersten Hälfte des Jahres aus dem Arbeitsverhältnis aus, dann hat er nur einen Anspruch auf Teilurlaub.

Der Urlaubsanspruch ist auf das Kalenderjahr befristet. Nur in Ausnahmefällen, wenn der Urlaub aus dringenden betrieblichen Gründen oder aus Gründen in der Person des Arbeitnehmers nicht genommen werden konnte, kann der Urlaub bis zum 31.03. des Folgejahres auf dieses übertragen werden. Wird er dann jedoch nicht genommen, verfällt er. Anders ist die Angelegenheit nur zu bewerten, wenn eine dauerhafte und ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers vorliegt.

Wird das Arbeitsverhältnis beendet und der Arbeitnehmer hat noch Anspruch auf Urlaub, dann kann er stattdessen Urlaubsabgeltung verlangen. Urlaub und Krankheit schließen sich stets aus. Erkrankt somit ein Arbeitnehmer innerhalb seines Urlaubes, muss er dies regulär dem Arbeitgeber anzeigen und hat dann Anspruch darauf, dass ihm der durch Krankheit unterbrochene Urlaub zu einem anderen Zeitpunkt gewährt wird.

Während des Urlaubes hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaubsentgelt, das sich aus dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor Urlaubsbeginn errechnet.

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