10.06.2013

Überstunden

Überstunden liegen vor, wenn der Arbeitnehmer auf Anweisung des Arbeitgebers mehr Stunden leistet als in dem Tarifvertrag, der Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag festgelegt sind. Überstunden liegen allerdings nur dann vor, wenn diese vom Arbeitgeber angeordnet wurden oder mit dem Wissen des Arbeitsgebers erfolgten. Von letzterem ist beispielsweise auszugehen, wenn der Arbeitgeber Überstunden nicht direkt anordnet, dem Arbeitnehmer jedoch Arbeit zuweist, die er in der regulären Arbeitszeit nicht erfüllen kann.

Grundsätzlich sind Überstunden vom Arbeitgeber zu vergüten. Fehlt es an einer ausdrücklichen Regelung für die Vergütung von Überstunden, dann hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Stundenvergütung entsprechend seiner sonstigen Vergütung. Teilweise enthalten Arbeitsverträge auch Abgeltungsklauseln für Überstunden. Sollen jedoch jegliche Überstunden mit dem normalen Arbeitsentgelt abgegolten sein, ist die Klausel zu unbestimmt und unwirksam. Es ist jedoch möglich, eine angemessene und genau zu bestimmende monatliche Überstundenzahl mit dem regulären Gehalt abzugelten. Ferner ist es möglich, statt einer Vergütung in Geld einen Freizeitausgleich für die Überstunden zu vereinbaren.

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