10.06.2013

Teilzeitbeschäftigung

Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer arbeiten regelmäßig weniger Wochenarbeitsstunden als Vollzeitbeschäftigte. Nach § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit, wenn sie bereits seit über 6 Monaten beim Arbeitgeber tätig sind und bei diesem mindestens 15 Arbeitnehmer beschäftigt sind.

Der Arbeitnehmer muss diesen Anspruch spätestens 3 Monate vor Beginn der geplanten Teilzeit gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen, wobei auch die gewünschte Verteilung auf die Wochentage anzugeben ist. Der Arbeitgeber hat dem Reduzierungs- und Verteilungsverlangen stattzugeben, wenn dem nicht betriebliche Gründe entgegenstehen.

Betriebliche Gründe können eine wesentliche Beeinträchtigung der Organisation, des Arbeitsablaufes oder der Sicherheit im Betrieb sein. Auch unverhältnismäßig hohe Kosten können die Ablehnung rechtfertigen.

Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer seine Entscheidung spätestens einen Monat vor Beginn der beantragten Teilzeit mitzuteilen. Erklärt er sich gar nicht oder verspätet, gilt das Teilzeitverlangen als zugestanden. Können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Verringerung der Arbeitszeit nicht einigen oder liegt eine ablehnende Entscheidung vor, kann dieser Anspruch natürlich auch gerichtlich geltend gemacht werden. Weitere gesetzliche Ansprüche auf Teilzeit sind in § 15 BEEG (Elternzeit), § 3 Absatz 1 Pflegezeitgesetz und in § 81 Absatz 5 Satz 3 SBGB IX (Schwerbehinderte) geregelt.

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