10.06.2013

Personenbedingte Kündigung

Eine Kündigung kann auch nach § 1 KSchG sozial gerechtfertigt sein, wenn die Gründe in der Person des Arbeitnehmers liegen. Hauptanwendungsfall ist die Kündigung wegen Krankheit, wobei zwischen lang andauernder Krankheit und häufigen Kurzerkrankungen zu unterscheiden ist. Eine Kündigung im ersteren Fall ist wirksam, wenn die Arbeitsunfähigkeit bei Kündigung noch andauert, eine negative Zukunftsprognose im Hinblick auf die Dauer der Erkrankung gegeben ist, deshalb eine erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen Interessen vorliegt und die allgemeine Interessensabwägung zu Gunsten des Arbeitgebers ausfällt.

Auch bei vielen Kurzerkrankungen ist eine negative Zukunftsprognose erforderlich. Fehlzeiten in der Vergangenheit können dafür ein Indiz sein. Damit jedoch auch krankheitsbedingte Betriebsablaufstörungen durch vergangene Fehlzeiten nachgewiesen werden können, müssen es sich nach der Rechtsprechung bereits um Fehlzeiten in Höhe von 25 % erreicht werden.

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