15.01.2015

Kein doppelter Urlaubsanspruch bei Arbeitgeberwechsel

Wenn ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres den Arbeitgeber wechselt und der alte Arbeitgeber bereits die Urlaubsansprüche erfüllt hat, entsteht kein Anspruch auf neuen Urlaub bzw. Urlaubsabgeltung. Wurden die Urlaubsansprüche für das aktuelle Kalenderjahr beim alten Arbeitgeber noch nicht vollständig abgegolten, verbleiben dem Arbeitnehmer Ansprüche beim neuen Arbeitgeber. Den Nachweis über bestehende Urlaubsansprüche hat jedoch der Arbeitnehmer zu führen, urteilte nun das Bundesarbeitsgericht.

Im verhandelten Fall war ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres bei zwei Arbeitgebern beschäftigt. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beim zweiten Arbeitgeber, verlangte der Arbeitnehmer von diesem, seinen Urlaub abzugelten, ohne dass er vorher einen Nachweis über bereits abgegoltenen Urlaub beim ersten Arbeitgeber vorlegte. Als der zweite Arbeitgeber nun die Abgeltung verweigerte, klagte der Arbeitnehmer vor dem zuständigen Landesarbeitsgericht. Nachdem das LAG die Klage zuerst nicht zuließ, mit Bezug auf abgelaufene Ausschlussfristen, verwies das BAG den Fall nun erneut an das LAG. Die Ausschlussfrist sei gewahrt, allerdings müsse der Mitarbeiter nachweisen, dass sein früherer Arbeitgeber den Urlaubsanspruch für das Kalenderjahr nicht vollständig oder teilweise erfüllt oder abgegolten hat, so die Begründung der Bundesarbeitsrichter.

Eine ausführliche Darstellung des Falles finden Sie unter:

http://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/nachweispflicht-mitarbeiter-muss-doppelten-urlaub-ausschliessen_76_286510.html

Tag-It: Arbeitsrecht, Abgeltung Urlaubsansprüche, Wechsel Arbeitgeber, Bundesarbeitsgericht BAG, Rechtsanwalt Frankfurt