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Fristlose Kündigung des Arbeitgebers

Das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird in Deutschland durch das Kündigungsschutzgesetz geschützt. Eine außerordentliche Kündigung bzw. außerordentliche fristlose Kündigung ist nur im Einzelfall möglich. Normalerweise gelten gesetzliche Kündigungsfristen. Dies bietet Zukunftssicherheit für beide Seiten, sowohl für den Arbeitnehmer, vor allem in finanzieller Hinsicht, als auch für den Arbeitgeber, der die Arbeitskraft und das Knowhow des Arbeitnehmers langfristig in die Geschäftsplanung des Unternehmens einbeziehen kann. Doch welche Gründe ermöglichen eine fristlose Kündigung des Arbeitgebers? Und was ist generell hierbei zu beachten?

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Arbeiten in Frankfurt: Arbeitsmarkt profitiert von starker Herbstbelebung

Im September 2014 ist die Zahl der Arbeitslosen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main stark gesunken. Dies gibt der Informationsservice der IHK Frankfurt bekannt. Gegenüber dem Vormonat August sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Eine entgegen der allgemeinen konjunkturellen Risiken positive Entwicklung, bewertet die IHK, die vor allem auf eine für die Wirtschaft im Bezirk spürbare Herbstbelebung zurück zu führen sei.

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Arbeitsrecht aktuell: Keine „Mützenpflicht“ für Piloten

Die Berufsgruppe der Piloten steht nicht nur wegen der jüngsten Tarifverhandlungen und Streiks an deutschen Flughäfen verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit. Auch der Fall „Mützenpflicht“ erregte ein gewisses Aufsehen. Nachdem in den Vorinstanzen unterschiedlich geurteilt wurde, hat nun das Bundesarbeitsgericht (BAG) endgültig entschieden: Der Pilot ist nicht verpflichtet, eine Cockpit-Mütze als Teil seiner Dienstkleidung zu tragen.

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Überstunden müssen bei fehlender Regelung im Arbeitsvertrag bezahlt werden

„Keiner macht mehr Überstunden als die Deutschen“ – mit dieser markigen Headline bringt der Nachrichtensender n24 die aktuelle Entwicklung der Arbeitszeiten im europäischen Vergleich auf den Punkt. Nach einer Expertenschätzung haben die Deutschen 2013 fast 1,4 Milliarden Überstunden geleistet. Aber wie steht es eigentlich mit der Entlohnung von Überstunden? Wann besteht ein Rechtsanspruch auf Bezahlung?

Ob Überstunden bezahlt werden müssen oder nicht, hängt entscheidend vom Arbeitsvertrag ab. Eine allgemeingültige gesetzliche Regelung gibt es hierfür nicht. Das Arbeitszeitgesetzt regelt lediglich, wie lange ein Arbeitnehmer maximal arbeiten darf. Demnach darf die werktägliche Arbeitszeit (Montag bis einschließlich Samstag) acht Stunden nicht überschreiten, in Ausnahmefällen sind auch zehn Stunden möglich.

Wie viele Stunden hiervon der Regelarbeitszeit zugeordnet werden, wird im Arbeitsvertrag meist in Form einer „wöchentlichen Arbeitszeit“ definiert, ebenso wie die Entlohnung für anfallende Überstunden. Enthält der Arbeitsvertrag keine Angaben zur Vergütung von Überstunden, so hat der Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch auf Bezahlung der Stunden, die über die wöchentliche Arbeitszeit hinausgehen.

Es ist jedoch auch möglich im Arbeitsvertrag festzuhalten, dass Überstunden durch Freizeit ausgeglichen werden oder sogar unentgeltlich abzuleisten sind. Im Zweifel ist daher vor Abschluss eines Arbeitsvertrages der Rat eines auf Arbeitsrecht spezialisierten Rechtsanwaltes zu empfehlen.

Tag-It: Arbeitsvertrag, Überstunden, Vergütung, Regelarbeitszeit, wöchentliche Arbeitszeit, Freizeitausgleich, unbezahlte Überstunden, Rechtsanwalt für Arbeitsrecht



Leiharbeit: Gleiches Geld für gleiche Leistung gilt auch bei Einsetzen im Ausland

Der Anspruch auf gleiches Arbeitsgeld („equal pay“) gilt auch bei Einsätzen von Leiharbeitern im Ausland für im Geltungsbereich des Grundgesetzes ansässige Arbeitgeber. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) höchstrichterlich mit einem Urteil vom 28.5.2014 im Revisionsverfahren.

Im vorliegenden Fall stritten die Parteien über die Differenzvergütung unter dem Gesichtspunkt des equal pay. Der Kläger, ein 1972 geborener Leiharbeiter, war von der beklagten Leiharbeitsfirma mit einem Formulararbeitsvertrag und einem Stundenlohn von 7,35 € in einem niederländischen Unternehmen eingesetzt worden. Mit entsprechenden Abrechnungen wies er nach, dass vergleichbar eingesetzte Stammarbeitnehmer der Entleiherin einen deutlich höheren Stundenlohn erhielten und klagte auf Erstattung des Differenzbetrages.

Einen ausführlichen Kommentar zum Fall finden Sie hier:

http://www.arbrb.de/37249.htm

Tag-It: Leiharbeit, equal pay, Arbeitsentgeld, Arbeitsvertrag,  Rechtsanwalt Arbeitsrecht


Die Kündigung im Arbeitsrecht – Wie soll sich ein Arbeitnehmer verhalten?

Viele Arbeitnehmer sind überrumpelt, wenn sie eine Kündigung erhalten und wissen erst einmal gar nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Hinzukommt, dass der Arbeitgeber in der Regel keinen Kündigungsgrund in das Kündigungsschreiben aufnimmt. Diesem kann man vielmehr nur entnehmen, ob es sich um eine fristlose oder ordentliche Kündigung zum nächst möglichen Termin handelt.

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Anspruch des Arbeitnehmers auf Abfindung?

Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass Sie einen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung haben, wenn ihnen der Arbeitgeber eine Kündigung ausspricht oder einen Aufhebungsvertrag anbietet. Dies ist jedoch ein weit verbreiteter Irrglauben.

Tatsächlich gibt es im Normalfall gerade keinen Anspruch des Arbeitnehmers auf eine Abfindung. Nur in den folgenden drei Ausnahmefällen ist dies anders zu bewerten:

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Kündigung per Whatsapp?

Das mobile Internet revolutioniert unseren Alltag und insbesondere SMS und Messanger Dienste werden inzwischen innovativ für weit mehr genutzt, als nur dem alltäglichen  Austausch von Klatsch und Tratsch. Die Innovationsbereitschaft eines Arbeitsgebers, der einer neu angestellten Mitarbeiterin noch in der Nacht vor ihrem Arbeitsantritt eine Kündigung per Whatsapp zustellte, ging jedoch etwas weit und ist gemäß dem geltenden Arbeitsrecht in Deutschland unwirksam.

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