10.06.2013

Befristung (befristetes Arbeitsverhältnis)

Heutzutage sind befristete Arbeitsverhältnisse in der Arbeitswelt immer häufiger zu finden. Es ist grundsätzlich zwischen einer Zeit- und einer Zweckbefristung zu unterscheiden. Bei einer Zeitbefristung wird eine festgelegt Laufzeit für das Arbeitsverhältnis bestimmt, so dass dieses ohne Kündigung automatisch endet. Bei der Zweckbefristung ist dagegen die Dauer des Arbeitsverhältnisses nicht kalendermäßig bestimmbar, sondern von einem bestimmten Ereignis abhängig (z.B. Ende eines festgelegten Projektes). Die Befristungsabrede selbst muss zu ihrer Wirksamkeit in Schriftform getroffen werden. Auch ist zwischen Befristungen ohne und mit Sachgrund zu unterscheiden. Befristungen ohne Sachgrund sind nur bis zu einer Dauer von 2 Jahren möglich und können innerhalb dieser 2 Jahre auch nur dreimal verlängert werden.

Befristungen mit einem Sachgrund (z.B. Erprobung, Vertretung) sind aber auch ohne eine feste Zeitgrenze möglich (sog. Kettenbefristung). Ist die Befristung unwirksam, muss der Arbeitnehmer spätestens drei Wochen nach Ende des Arbeitsverhältnisses Entfristungsklage beim Arbeitsgericht einreichen und auf Fortbestand des Arbeitsverhältnisses klagen. Verstreicht diese Frist gilt auch eine unwirksame Befristung als wirksam und das Arbeitsverhältnis ist definitiv beendet.

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